In diesem Beitrag soll es um die frühere Irrenanstalt in T. gehen. Anfang August war ich mit Muldental Photography dort. Früh um 9 ging’s los. Danach traf ich mich mit Muldental Photography und wir sind zu unserem Ziel gefahren. Irgendwann gegen Mittag angekommen, trafen wir dort sogar noch eine andere Urban-Explorerin aus Hamburg, die genau das gleiche Ziel wie wir hatte. Also sind wir anschließend zu dritt losgezogen.

In den Jahren 1905 bis 1908 wurde die Irrenanstalt aus vielen einzelnen Gebäuden als Heil- und Pflegeanstalt errichtet. Es gab verschiedene Patientenhäuser, z. B. Häuser für halbruhige Kranke oder zerstörungswütige Frauen. Außerdem auch eine Schlächterei, ein Festsaal, ein Wasser- und Elektrizitätswerk, eine Gärtnerei, ein Friedhof und viele Aufnahme- und Überwachungshäuser. Bis in die 30er-Jahre wurde das Gelände als Psychiatrie genutzt. In den 40er-Jahren wurden im Rahmen der Euthanasie-Aktion „T4“ von den Nationalsozialisten auch Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen getötet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es zum Teil wieder als Irrenanstalt und zum Teil als Militärhospital der Sowjetarmee genutzt. Das erklärt auch warum in allen Häusern kyrillische Beschriftungen zu sehen sind. Seit mehr als 20 Jahren und nach dem Abzug der russischen Streitkräfte und der Wiedervereinigung steht das ganze Gelände nun bereits still. Viele Häuser sind einsturzgefährdet und durch Brände schwer in Mitleidenschaft gezogen. Daher sollte man beim Betreten mancher Gebäude besonders vorsichtig sein. Einige Gebäude sind auch so gesichert, das kein Hineinkommen möglich ist. Gute Motive gab es allerdings dennoch genug, vor allem der Raum mit den zwei Sesseln ist ein Highlight.

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