Vor etwa 5 Wochen war ich im Urlaub auf Rügen und habe einiges an Fotomaterial mitgebracht. In diesem Beitrag wird es einzig und allein um den „Koloss von Prora“ gehen.

Der Koloss von Prora, wie er auch genannt wird, ist ein 4,5 km langes verlassenes KdF-Seebad. So ganz verlassen ist es heute allerdings nicht mehr, denn der größte Teil wird nun saniert. Bald wird auch noch der letzte verbliebene verfallene Teil saniert werden. Der Gebäudekomplex wurde zwischen 1936 und 1939 in der Nazi-Zeit erbaut und sollte mal ein KdF-Seebad werden, das bis zu 20.000 Menschen gleichzeitig unterbringen könnte. Fertig geworden ist es allerdings nicht, genauso wenig wie es für den vorgesehenen Zweck genutzt wurde. Bei Kriegsende wurde es noch als Flüchtlingslager genutzt, bevor es danach von der sowjetischen Armee bezogen wurde. Ab 1952 wurden die Gebäude für die „Kasernierte Volkspolizei“ ausgebaut, aus der später die NVA, also die Nationale Volksarmee der DDR, hervorging. Es wurde bis 1990 als Kaserne genutzt und blieb bis zu diesem Zeitpunkt militärisches Sperrgebiet. Danach wurde es noch für ein Jahr von der Bundeswehr genutzt, ehe es für längere Zeit brach lag.

Seit einigen Jahren werden nun Hotels, Ferienwohnungen und Apartments errichtet, was man auf manchen meiner Bilder erkennen kann.
Nach dem riesigen Gebäudekomplex kommt auch schon der Strand, wo ich als Kind fast jedes Jahr war. Vielleicht der schönste Strand auf Rügen… Im Innern der Gebäude war ich nicht, da ich erstens nur alleine gewesen wäre und mittlerweile alles eingezäunt ist.

Wer meine Arbeit unterstützen möchte, kann mich gern bei Ko-Fi unterstützen: Bring mich dahin!

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Ich bin Philipp aus Meißen und fotografiere seit einigen Jahren verlassene Orte. Verwitterte Mauern, zerbrochene Fenster und verblasste Erinnerungen - diese Orte erzählen Geschichten von einer vergangenen Zeit. Mich fasziniert die morbide Schönheit dieser Orte und die Spuren der Zeit, die sie tragen.

Mit meiner Kamera halte ich diese vergessenen Momente fest und bewahre sie vor dem Vergessen. Dabei gibt es immer ein Motto: "Nimm nichts mit, außer Fotografien und hinterlasse nichts, außer Fußspuren!".

Neben den Lost Places zeige ich auch gelegentlich Bilder von meinen Reisen und Touren, die mich an neue und aufregende Orte führen.