Im September war ich in Wünsdorf, was ich mir schon länger vorgenommen hatte und jetzt endlich auch mal in die Tat umgesetzt.

Wünsdorf war bis 1994 ein wichtiger Militärstützpunkt der Sowjetunion. Sie hatten Wünsdorf damals zu einer eigenen sowjetischen Stadt in der DDR gemacht, nur ganz wenige DDR-Bürger gelangten in die Stadt, für alle anderen war es strengstes Sperrgebiet. Die Geschichte vom Militärstützpunkt Wünsdorf fängt allerdings noch viel früher an, denn bereits 1910 entstanden hier die ersten Kasernenanlegen mit Truppenübungsplätzen. Wünsdorf wurde anschließend zum Hauptquartier der Reichswehr und war im 2. Weltkrieg das „Nervensystem der Wehrmacht“.

Da das Gelände riesig ist, geht es in diesem Beitrag erstmal nur um das Hauptgebäude und den einsturzgefährdeten Rundbau. Im Teil 2 und 3 zeige ich euch das Schwimmbad, Kesselhaus, Offiziers-Speiseanstalt, das Freibad sowie das ehemalige Theater. In 5 Stunden konnten wir alles komplett frei erkunden und z. B. auch auf die zwei Türme, die es auf dem Hauptgebäude und der Speiseanstalt gibt, steigen, wovon man eine tolle Aussicht auf das gesamte Gelände hat. Im Hauptgebäude fand ich vor allem auch die Treppenhäuser interessant. Den Rundbau (Diorama) durfte man eigentlich nicht betreten, da dieser einsturzgefährdet ist. In dem Diorama, was erst 1970 erbaut wurde, war mal ein 360-Grad-Panorama der Berliner Schlacht zu sehen, was die Russen aber nach dem Abzug der Truppen mitgenommen haben. Heute ist im Inneren nicht mehr viel zu sehen, von außen sieht es wesentlich interessanter aus.

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Ich bin Philipp aus Meißen und fotografiere seit einigen Jahren hauptsächlich verlassene Orte - Orte, die heute nicht mehr genutzt werden, in Vergessenheit geraten sind und von der Natur allmählich zurückgeholt werden.

Dabei gibt es immer ein Motto: "Nimm nichts mit, außer Fotografien und hinterlasse nichts, außer Fußspuren!".

Neben den ganzen vergessenen Orten zeige ich auch gelegentlich Bilder von meinen Reisen und Touren, abseits von Verfall und Leerstand.